Favre bis 2017
Noch in der Winterpause hätte diese Meldung für allgemeine Erleichterung gesorgt.
Der Fohlenheiland bleibt uns treu - Favre for Weissweiler!
Aber Mitte März 2014 erntet diese Entscheidung von Max Eberl nicht nur Zustimmung, sondern auch Kopfschütteln und Haareraufen an diversen Fronten.
Ist es wirklich nötig, einem zurzeit derart erfolglosen Trainer ohne erkennbare Not einen so hoch dotierten Vertrag anzubieten?
Meine Meinung dazu:
JA, unbedingt!
Und zwar aus folgenden Gründen:
1. Die Entwicklung der einzig wahren Borussia in der Prä-Favre-Ära war ungefähr so erfolgreich wie die Übergabe der "Wetten-Dass"-Moderation an Markus Lanz. Erst unter Favre kann man, zumindest zeitweise, im Zusammenhang mit unserem Verein die Worte Fußball und Freude wieder ungestraft in einem Satz verwenden.
2. Max Eberl hat ein Zeichen an Favre gesand: "Ich stehe zu Dir auch in schwierigen Zeiten!"
Das ist im arg kurzlebigen Fußballgeschäft ein ebenso seltenes wie gutes Zeichen.
Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch, dass Favre im Erfolgsfall zu seinem Arbeitgeber ein viel innigeres Verhältnis haben wird. Schon nach dem sensationellen Platz 4 in der Saison 11/12 hat er immer wieder Abwanderungsgerüchte mit dem Satz gekontert: "Ich weiß zu schätzen, dass Borussia Mönchengladbach mich in einer persönlich schweren Zeit der Arbeitslosigkeit verpflichtet hat!"
3. Auch wenn das scheinbar viele zur Zeit nicht glauben wollen - Favre ist ein absoluter Fachmann, der sich mit Leib und Seele dem Fußball verschrieben hat. Und das ist auf Dauer sicherlich die bessere Lösung als ein Motivator im Stile eines Peter Neururer.
Allerdings ist das kolportierte Gehalt in Verbindung mit der jetzigen Ergebniskrise sicherlich auch eine Hypothek für beide Seiten. Deshalb wird sich Lucien Favre in der Sommerpause selbstkritisch hinterfragen müssen, welche Faktoren er zur Krise beigesteuert hat.
Auf geht´s Lucien, danke Favre!
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